Aktivitäten des HGV im Mai 2015

Einen ersten Blick riskierte Dr. Ulrich Feldmann (Mitte), Vorsitzender des Aschauer Heimat- und Geschichtsvereins, im Atelier von Christian Huba (rechts) auf das Nagelschmieddenkmal. Sein Stellvertreter Wolfgang Bude lupfte das Tuch ein wenig vom Denkmal. Foto Rehberg, © OVB
Der Heimat- und Geschichtsverein lädt ein zur Enthüllung des Denkmals zur "Erinnerung an 350 Jahre Eisenindustrie im Priental". Die vom akad. Aschauer Bildhauer Chrisitan Huba geschaffene Bronzeskulpur wird ihren "prominenten" Platz rechts neben dem Haupteingang des Aschauer Rathauses finden. Das Denkmal soll an die lange Zeit erinnern, während der die Bewohner des Prientales und darüber hinaus, von und mit dem Eisen lebten. Es ist eine Spende des Heimat- und Geschichtsvereins an die Bürger der Gemeinde Aschau i.Chiemgau. Damit erfüllt der Verein wieder eines der in seiner Satzung festgelegten Ziele.
Termin: Donnerstag, 21. Mai 2015, 14.00 Uhr, am Rathaus Aschau i.Ch.
Anschließend ist für Interessierte ein Spaziergang zum Hammerbachgelände (ehem. Verarbeitungsstätten) vorgesehen.
Hinweis:
Der ursprünglich für 9. Mai geplante kulturhistorische Spaziergang mit Kreisheimatpfleger Knut Stolte zum "Schweinsteig im Inntal" muss aus Termingründen entgegen der Ankündigung im Jahresprogramm auf Samstag, 06. Juni 2015 verschoben werden! Näheres im Gemeindeblatt Juni!
„Stürmische“ Exkursion des HGV Aschau
Umweltfreundlich mit der Deutschen Bahn reisten 35 Mitglieder des Heimat- und Geschichtsvereins Aschau i.Ch. nach München. Was zu Beginn der Fahrt niemand so recht wusste, ging auch ein gewisser Orkan, namens „Nicklas" mit auf die Tour. Zunächst verlief alles planmäßig. Dr. Kürzeder, Leiter des Diözesanmuseums in Freising und sein Kollege, Dr. Mensch, führten die Aschauer in der Kunsthalle der Hypo-Bank München mit exzellentem Hintergrundwissen durch die Ausstellung „Mit Leib und Seele". Die Rokoko-Zeit, die in der Landeshauptstadt ihren Ausgang nahm und nach ganz Bayern ausstrahlte, wurde anhand von erlesenen Exponaten (Ignaz Günther, Johann Baptist Straub, Egid Quirin und Cosmas Damian Asam, etc.) aus der gesamten Region lebendig. Das Interesse galt natürlich ganz besonders den beiden edlen Exponaten, welche die kath. Pfarrkirchenstiftung Aschau beisteuerte. Die aus Silber getriebenen Figuren des Hl. Nepomuk und des Hl. Florian, fertigte nach Entwürfen von Ignaz Günther der Goldschmied Johann Ignaz Franzowitz im Jahre 1766 für die Hauskapelle des Münchner Preysing-Palais. Sie gelten als vollendete Meisterwerke der Rokoko-Kunst.
Am Nachmittag stand ein Besuch des Bayerischen Staatsarchiv auf dem Programm. Archivrätin Dr. Christine Kofer führte die Teilnehmer exklusiv durch die Räume und erläuterte die Organisation und Aufgaben des Staatsarchivs. Die Gruppe durfte sogar einen Blick ins „Allerheiligste" des Archivs tun, einen der drei riesigen Magazin-Keller, in dem auch das komplette Archiv der Herrschaften Hohenaschau und Wildenwart lagern. Frau Kofer zeigte dann zum Abschluss ihrer interessanten Ausführungen noch einige Original-Schriften und Zeichnungen. Dabei auch das älteste gesiegelte, auf Pergament geschriebene Schriftstück aus dem Jahre 1318. Beeindruckt verließen die Besucher das Gebäude.
Der „Empfang" mit heftigem Sturm und waagrechtem Regen vor dem Gebäude verhieß nichts Gutes. Tatsächlich war der Münchner Hauptbahnhof dann mit Eisengittern verschlossen. „Nicklas" hatte das Dach beschädigt, so dass aus Sicherheitsgründen der ganze Bahnhof evakuiert und gesperrt werden musste. Am Ostbahnhof, wohin sich die Gruppe „flüchtete", ging gar nichts mehr. Die Zugverbindungen nach Rosenheim und Mühldorf waren durch Unwetterschäden unterbrochen. Guter Rat war im wahrsten Sinne des Wortes „teuer". Nach geraumer Zeit des Wartens mit Hunderten anderen Reisenden, griffen die Teilnehmer zur Selbsthilfe. Angehörige wurden mobilisiert und fuhren mit den Autos nach München und erlösten die Wartenden aus der Klemme, in die sie unfreiwillig geraten waren. Die letzten drei Mitglieder „landeten" gegen 1 Uhr morgens in Aschau. So wird diese Reise wohl den meisten unter den Aspekten „Kulturgenuss" und „Nicklas" noch lange in Erinnerung bleiben.
Wolfgang Bude
Exkursion nach München
Wir treffen uns am Bahnhof Bernau, Abfahrt 09:02 Uhr mit der Bahn (Bayern-Ticket!). Hbf an: 10:06 Uhr.
Besuch der Hypo – Kunsthalle, 11.15 Uhr, Führung durch die Ausstellung „Mit Leib und Seele".
14.30 Uhr, Führung durch das Bayerische Staatsarchiv mit Archivrätin Christine Kofer (u.a. „Hohenaschauer Archiv").
Rückf.: 16.55 Uhr; an: 17.56 Uhr. Kosten: € 15,00 p.P. (exklusive Bayern-Ticket!)
*Anmeldung ab 01.03.2015!
Projekt Minga – München Kabarett
Der Heimat- und Geschichtsverein freut sich, dass er Stefan Kröll mit seinem neuen Kabarett "Projekt Minga" für Aschau gewinnen konnte. Bereits letztes Jahr konnte er mit seinem Kabarett "Könixx" begeistern. Der Künstler selbst schreibt auf seiner Website:
In seinem neuen Kabarett Programm „Projekt Minga" wagt sich Stefan Kröll in die Untiefen der Bayerischen Landeshauptstadt mit all ihren Facetten, Geheimnissen und Gegensätzen. In diesem Stück durchkreuzt er Geschichte, Menschen und vor allem das „Herz" dieser großartigen Stadt. Man sollte sich von allem verabschieden, was man bisher über München dachte, wusste und auch fühlte. Für Münchner und Nicht- Münchner beginnt eine Reise quer durch verschiedene Epochen, Emotionen und auch sehr bemerkenswerten Tatsachen. Welche Körbchengröße hat die Bavaria? Was hat das Bier- Reinheitsgebot mit Drogenprävention zu tun? Warum bauten sich die Münchner eine Kirche, die mehr Menschen aufnehmen konnte, als die Stadt zu dieser Zeit Einwohner hatte? Es gibt viel Kurioses, Witziges und Spannendes in diesem Kabarettprogramm, in dem auch die Freunde der Münchner Geschichte voll auf ihre Kosten kommen. Musikalisch gestaltet wird dieses temperamentvolle Stück durch den Gitarristen Andreas Speth, der das „Projekt Minga" in das passende musikalische Kleid hüllt.
quelle: http://kabarett.kroell.de
Termin: Samstag, 21. Februar 2015, 19:30 Uhr im Chalet Aschau.