Vortrag zur Konzeption der Landesausstellung "Wir sind Kaiser"
Über die Landesausstellung 2014 in Regensburg
Die beiden benachbarten Geschichtsvereine im Achental und im Priental arbeiten seit Jahren dahingehend gut zusammen, dass sie zur Vorbereitung von Besuchen der jeweiligen bayerischen Landesausstellungen äußerst gut qualifizierte Referenten aus dem Haus der Geschichte zu Einführungsvorträgen in den Chiemgau einladen. Heuer war es der Heimat- und Geschichtsverein Achental e. V. unter seinem 1. Vorsitzenden Dr. Hans J. Grabmüller, der als Referentin die Historikerin Elisabeth Handle-Schubert in Grassau zu Gast hatte.
Vor gut 60 Zuhörerinnen und Zuhörern – davon viele aus Aschau – erläuterte Frau Handle-Schubert in hervorragender Weise die Konzeption, die Aufbauarbeiten und die Durchführung der Landesausstellung 2014: „Ludwig der Bayer – Wir sind Kaiser". Es gelang ihr – und dies war die Meinung aller Anwesenden –, das Europa des 14. Jahrhunderts lebendig werden zu lassen und dabei gleichzeitig einen Blick hinter die Kulissen der Ausstellungsmacher zu erlauben.
Deren Hauptaufgabe war es, die biografischen und zeitgeschichtlichen Faktoren jener Ära räumlich, gegenständlich und optisch gut darzustellen. Frau Handle-Schubert war selbst an diesen Arbeiten beteiligt („Ludwig hat mich drei Jahre lang begleitet.") und konnte daher aus erster Hand berichten. Die Ausstellung realisiert ein mutiges Raumkonzept, das den Aufstieg Ludwigs vom oberbayerischen Regionalfürsten bis hin zum ersten Wittelsbacher auf dem Kaiserthron des Heiligen Römischen Reiches symbolisiert. Zahlreiche Details und audiovisuelle Präsentationen lassen das Mittelalter vor den Augen der Besucher anschaulich erstehen.
Die Referentin erklärte, dass sorgsame, kritische Quellenarbeit zu neuen Ergebnissen geführt und ein realistisches Bild Ludwig des Bayern ergeben habe. Die Neugier der Zuhörer war geweckt, und für einen Ausstellungsbesuch fühlen sie sich nun optimal vorbereitet.
Die beiden aktiven Geschichtsvereine aus dem südlichen Chiemgau werden auch im kommenden Jahr die Landesaustellung begleiten und dann die Zusammenarbeit erweitern auch auf den Heimat- und Kulturverein Frasdorf e. V., wie dessen Vorsitzender Rupert Wörndl versprach. Die Landesaustellung in Ingolstadt 2015 wird sich mit dem Thema „Napoleon und Bayern" befassen. – ug
Mit freundlicher Genehmigung des HGV Achental, Herrn Dr. Grabmüller
Bilder zum Ausflug nach Ortenburg / Aldersbach
![]()
Über den beiliegenden Link finden Sie die Bilder zu unserem Ausflug nach Ortenburg / Aldersbach, die uns Wolfgang Bude freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat.
Ausflug zur Reichsgrafschaft Ortenburg und Aldersbach

Am Freitag, den 4. Juli 2014 besucht der Heimat- und Geschichtsverein Aschau i.Ch. im Rahmen eines Tagesausfluges die ehemalige Reichsgrafschaft Ortenburg und die Zisterzienser-Abtei Aldersbach.
Folgender Programmablauf ist geplant:
10.00 Uhr, Besichtigung der Reformations-Ausstellung im Kantorhaus, anschl.Führung durch die ev. Marktkirche;
11.00 Uhr, Themenweg, anschl. Führung durch Schloss Ortenburg.
Gegen 13.00 Uhr, Weiterfahrt nach Aldersbach, Mittagessen im Gasthof Mayerhofer;
15.00 Uhr, Führung durch Kirche, Kloster und Brauerei in Aldersbach; anschl. Besuch des Bräustüberls.
Rückfahrt ca. 18.00 Uhr.
Entgegen der Ankündigung im Jahresprogramm ist die Abfahrt bereits um 07.30 Uhr am Hans-Clarin-Platz in Aschau. Der Kostenbeitrag beläuft sich aufgrund zusätzlicher Leistungen auf 30.- € p.P. (Busfahrt; Leistungen in Ortenburg: Eintritt, Ausstellungs- und Kirchenführung, Führung durch Schloss Ortenburg Aldersbach: Kirchen- und Klosterführung, Brauereiführung inkl. Bierprobe bzw. Getränk)
Anmeldung per Mail oder schriftlich an Heimat- und Geschichtsverein Aschau i.Ch., Postfach 1112, 83225 Aschau i.Ch. oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.
Buchpräsentation "Die Aschauer"

Oskar Renners Roman "Die Aschauer" wurde neu aufgelegt. Die Präsentation der Neuauflage fand im gut besuchten Saal des Hauses des Gastes in Aschau am 26.5.2014 statt. Herr Bude und Herr Dr. Feldmann haben hierzu referiert. Herr Bude berichtete zur Entstehungsgeschichte und die ursprüngliche Intention des Buches, Herr Dr. Feldmann referierte zum historischen Hintergrund und korrigierte dabei einige historische Ungereimtheiten, die aber wohl der künstlerischen Freiheit geschuldet waren.